Titel:

Emilia Galotti

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sag ich? - So unmöglich wär' es nun wohl nicht; aber kühn! - Wenn wir die Braut  in  unserer  Gewalt  hätten,  so  stünd'  ich  dafür,  daß  aus  der  Hochzeit nichts werden sollte. Der Prinz: Ei! wofür der Mann nicht alles stehen will! Nun dürft' ich ihm nur noch ein Kommando   von   meiner   Leibwache   geben,   und   er   legte   sich   an   der Landstraße damit in Hinterhalt und fiele selbst funfziger einen Wagen an, und riss' ein Mädchen heraus, das er im Triumphe mir zubrächte. Marinelli: Es  ist  eher  ein  Mädchen  mit  Gewalt  entführt  worden,  ohne  daß  es  einer gewaltsamen Entführung ähnlich gesehen. Der Prinz: Wenn  Sie  das  zu  machen  wüßten,  so  würden  Sie  nicht  erst  lange  davon schwatzen. Marinelli: Aber  für  den  Ausgang  müßte  man  nicht  stehen  sollen.  -  Es  könnten  sich Unglücksfälle dabei ereignen Der Prinz: Und  es  ist  meine  Art,  daß  ich  Leute  Dinge  verantworten  lasse,  wofür  sie nicht können! Marinelli: Also,  gnädiger  Herr  -  (Man  hört  von  weitem  einen  Schuß.)  Ha!  was  war das? - Hört' ich recht? - Hörten Sie nicht auch, gnädiger Herr, einen Schuß fallen? - Und da noch einen! Der Prinz: Was ist das? was gibt's? Marinelli: Was meinen Sie wohl? - Wie, wann ich tätiger wäre, als Sie glauben? Der Prinz: Tätiger? - So sagen Sie doch - Marinelli: Kurz: wovon ich gesprochen, geschieht. Der Prinz: Ist es möglich? Marinelli: Nur vergessen Sie nicht, Prinz, wessen Sie mich eben versichert. - Ich habe nochmals Ihr Wort - - Der Prinz: Aber die Anstalten sind doch so - Marinelli: Als sie nur immer sein können! - Die Ausführung ist Leuten anvertrauet, auf die   ich   mich   verlassen   kann.   Der   Weg   geht   hart   an   der   Planke   des Tiergartens   vorbei.   Da   wird   ein   Teil   den   Wagen   angefallen   haben; gleichsam,  um  ihn  zu  plündern.  Und  ein  anderer  Teil,  wobei  einer  von meinen   Bedienten   ist,   wird   aus   dem   Tiergarten   gestürzt   sein;   den Angefallenen  gleichsam  zur  Hülfe.  Während  des  Handgemenges,  in  das beide Teile zum Schein geraten, soll mein Bedienter Emilien ergreifen, als ob er sie retten wolle, und durch den Tiergarten in das Schloß bringen. - So ist die Abrede. - Was sagen Sie nun, Prinz? Der Prinz: Sie  überraschen  mich  auf  eine  sonderbare  Art.  -  Und  eine  Bangigkeit überfällt mich - (Marinelli geht an das Fenster.) Wornach sehen Sie? Marinelli: Dahinaus  muß  es  sein!  -  Recht!  -  und  eine  Maske  kömmt  bereits  um  die Planke gesprengt - ohne Zweifel, mir den Erfolg zu berichten. - Entfernen Sie sich, gnädiger Herr. Der Prinz: Ah, Marinelli - Marinelli: Nun? Nicht wahr, nun hab ich zu viel getan, und vorhin zu wenig? Der Prinz: Das nicht. Aber ich sehe bei alledem nicht ab - - Marinelli: Absehn?  -  Lieber  alles  mit  eins!  -  Geschwind,  entfernen  Sie  sich.  -  Die Maske muß Sie nicht sehen. (Der Prinz gehet ab.) Zweiter Auftritt Marinelli und bald darauf Angelo. 23
  
Bürgerliches Gesetzbuch BGB
von Helmut Köhler
Siehe auch:
Handelsgesetzbuch HGB: ohne Seehandelsrech...
Arbeitsgesetze
Grundgesetz GG: Menschenrechtskonvention, Europäischer Gerichtsh...
Strafgesetzbuch StGB
Aktiengesetz · GmbH-Gesetz: mit Umwandlungsgesetz, Wertpapiererw...
Zivilprozeßordnung. ZPO
 
   
 
     
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